Bericht von dieser Sitzung:
Zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs in Allensbach
Die Bunte Liste hatte am 10.11.2009 zu einer Diskussion über die Situation für Fußgänger und Fahrradfahrer in Allensbach eingeladen. Die Veranstaltung war gut besucht, es entwickelte sich eine rege Diskussion.
Folgende Punkte wurden von den Teilnehmern zusammen getragen:
Zu Fuß
Querung am Bahnhof
Kirche Gehweg
Querung Kaltbrunner Strasse in Höhe des TZA (Bushaltestelle)
Querung östlicher Ortsausgang Konstanzer Strasse in Höhe des neuen Baugebiets Himmelreich II
Querung Radolfzeller Strasse in Höhe der Holzgasse
Parkende Autos auf Gehwegen
Bushaltestellen Gefahr durch überholende Autos
Hier konzentriert sich die Problematik auf die Querung der beiden Landesstrassen, die einmal in Ost-West Richtung und einmal in Nord-Süd Richtung durch Allensbach führen. Querungshilfen bestehen nur vor dem Rathaus und bei der Kaltbrunner Strasse im Bereich der Kreuzung Höhrenbergstrasse. Im neuen Baugebiet Himmelreich II leben überwiegend Familien mit Kindern, die für den Schulweg die Konstanzer Strasse queren müssen. Die Problematik liegt darin, dass die Gemeinde die Einrichtung von Querungshilfen nicht eigenständig durchführen kann. Das Landratsamt ist hierfür zuständig. Aufgrund von Verwaltungsvorschriften werden bestimmte Personenzahlen für die Querungen verlangt, die für eine Gemeinde in der Größe von Allensbach nur schwer zu erreichen sind. Da hier vor allem Schulkinder betroffen sind, wurde Frau Barz als Elternvertreterin gebeten, das Thema im Elternbeirat zu thematisieren und anzuregen, dass es einen Schulwegeplan/Schulwegempfehlung gibt. Auch ohne Querungshilfen wie Zebrastreifen, Fußgängerampel oder Mittelinsel wäre es in allen angesprochenen Bereichen zumindest hilfreich, wenn eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 stattfinden würde.
Wegen der parkenden Autos auf den Gehwegen besteht neben der Kontrolle und Sanktionierung von Verstößen nur die Möglichkeit an die Vernunft der Autofahrer zu appellieren.
Busse dürfen, wenn diese die Warnblinkanlage einschalten, nur noch im Schritttempo überholt werden. Dies würde eine Verbesserung der Situation bringen.
Mit dem Fahrrad
- Radweg unter B33 (Brodmann) – Kaltbrunner Strasse insgesamt
- Westlicher Ortsausgang – Führung Radweg gefährlich
- Kirche Ortsmitte
- Radweg nach Hegne
- Abstellplätze Bahnhof und Strandbad (dort eventuell mit Poller absperren)
Zu 1.: Die Kaltbrunner Strasse ist vor allem im Bereich der Unterführung unter der B 33 für Radfahrer gefährlich. Es existiert eine Markierung (durchbrochene Linie) am linken Seitenrand, am rechten Seitenrand ist der Gehweg. Dieser ist relativ schmal, wird aber regelmäßig, obwohl nicht dafür vorgesehen auch von Radfahrern in beide Richtungen genutzt. Die Strasse ist relativ stark von Radfahrern frequentiert, sie stellt die einzige asphaltierte Verbindung zu Industriegebiet mit den Lebensmittelläden und nach Kaltbrunn/Dettingen dar.
Zu 2: Am westlichen Ortsausgang ist sowohl für Radfahrer aus Richtung Radolfzell wie auch für die die aus dem Ort Ausfahrenden eine Querung der Radolfzeller Strasse erforderlich. Im Bereich des Ortsausgangs sind viele Autofahrer schneller als die erlaubten 50 Stundenkilometer unterwegs. Es wurden hier bereits Maßnahmen getroffen, um die Situation zu verbessern.
Zu 3.: Im Bereich der katholischen Kirche bei der Kurve ist zwar Tempo 40 angeordnet. Hier kommt es aber immer wieder wegen der Enge der Fahrbahn zu kritischen Situationen mit dem Gegenverkehr, weil Autofahrer Radfahrer auch an unübersichtlichen Stellen überholen. Als Lösungsvorschlag wurde angedacht, dass ein durchgezogener Mittelstrich angebracht werden könnte. Ein Überholen von Fahrrädern in diesem Bereich wäre damit unmöglich.
Zu 4.: Der Radweg nach Hegne wird mittlerweile auch von den Schülern der Realschule Hegne benutzt. Der Radweg verläuft unmittelbar neben der B33, er liegt unterhalb deren Höhenniveau.. Neben der Unannehmlichkeit mit der Lärm- und Geruchsbelästigung stellt dies auch eine konkrete Gefährdung dar, da es wegen der Straßenführung immer wieder dazu kommt, dass schleudernde Autos den Radweg ungewollt queren. Eine Abgrenzung mit Leitplanken existiert nicht. Bei Dunkelheit blenden entgegenkommende Fahrzeuge die Radfahrer erheblich. Die farbliche Markierung der Weggrenze hat die Situation geringfügig verbessert. Allerdings ist diese Begrenzungsmarkierung nur auf einem Teilstück vorhanden. Auf Höhe des Bahnwärterhäuschens bis zum Ortseingang Allensbach befindet sich keine Markierung.
Zu 5.: Die Anzahl der Fahrradstellplätze am Bahnhof und im Strandbad sind zu gering. Die Abstellmöglichkeiten am Bahnhof sind veraltet, sie eignen sich für moderne Fahrräder nur bedingt. Im Strandbad werden die vorhandenen Stellplätze für Fahrräder mit Anhänger häufig von Autos zugestellt. Hier könnte eventuell mit Pollern Abhilfe geschaffen werden.